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Landfrauenverein Dainrode

    Anschrift :
    Doris Schneider
    Mühlweg 4
    35110 Dainrode
    Tel.: 06455/8709

    Vorstand:
    Marlies Bergmoser
    Martina Hecker
    Kerstin Nolte
    Margret Pohlmann
    Doris Schneider
    Beatrice Seiwert

Gründung : 21. Februar 1974
Mitglieder : 46

 

Der Landfrauenverein Dainrode wurde am 21. Februar 1974 in Anwesenheit der damaligen Bezirksvorsitzenden Margarethe Bornscheuer gegründet. Den Vorsitz übernahm Karin Fackiner, die das Amt 20 Jahre begleitete. Am Gründungsabend traten 25 Frauen des Ortes dem Verein bei. Noch heute gehören 18 dieser Gründungsmitglieder zum Verein. Lange Zeit war der Verein einer der kleinsten Landfrauenvereine im Bezirksverein Frankenberg. Das Dorfbild Dainrodes wurde damals von der Landwirtschaft geprägt, und fast jede Frau half in der Landwirtschaft mit. 14-tägig traf man sich in der ehemaligen Volksschule, die in den 1970er Jahren als Dorfgemeinschaftshaus (DGH) umfunktioniert wurde. Es standen Vorträge und Bastelabende, Gymnastik und Kochkurse auf dem Programm, aber an erster Stelle stand das Gespräch miteinander. Man freute sich auf die Entspannung am Abend, und manchmal gab es auch einen Überraschungsimbiß.



Fest in Allendorf (1977)

Im Zuge der Gebietsreform wurde Dainrode der Stadt Frankenau eingemeindet. Die Landfrauen bekamen im neuen DGH kostenloses Nutzungsrecht, dafür übernahmen sie die Pflege und Ordnung der Räume. In den neuen, größeren Räumen des Dainroder DGHs war nun genügend Platz, um die Nachbarvereine aus Frankenau und Löhlbach einzuladen. Heute ist es Sitte, daß jeder Verein im Winter einmal im Nachbarverein zu Gast ist. Dies dient dem Kennenlernen und der Freundschaft, aber auch die Vorträge und Referate finden dann stets vor vollem Haus statt.

Fest in Dainrode (1985)

Am 3. März 1994 stellte sich Karin Fackiner nach 20 Jahren Vorstandsarbeit nicht mehr zur Wiederwahl. Sie wurde vom Verein zur Ehrenvorsitzenden ernannt. Seitdem ist Marianne Vöhl Vorsitzende des Vereins. Das Bild unseres Dorfes hat sich in den vergangenen Jahren verändert. Viele landwirtschaftliche Betriebe bestehen nur noch als Nebenerwerbsbetriebe, andere wurden ganz aufgegeben. Die Frauen stehen im Berufsleben oder kehren in dieses zurück. Andere sind mit der Versorgung von Haus und Familie voll beschäftigt. Die Landfrauen sind im Dorfleben zu einem ganz wesentlichen Bestandteil geworden. Für viele unbemerkt, von anderen belächelt, sind sie für unser Dorf aktiv. Durch ihre ehrenamtliche Tätigkeit sind sie für viele Ansprechpartner, nach dem Motto "frag doch mal die Landfrauen, die machen das schon".

Dies wurde besonders deutlich, als das DGH 1998 umgebaut wurde. Bei der Planung und in der Bauphase waren sie immer ansprechbar. Sie haben mitgeplant, bewirtet, ausgeräumt und eingepackt und waren immer vor Ort. Sie haben aus einer Baustelle wieder ein nutzbares DGH gemacht.

Und wieder haben sie geputzt, geräumt, improvisiert und organisiert, um mit einer großen Feier am 05.12.1998 das erneuerte DGH einzuweihen.

Trotz vieler anderer Aktivitäten für die Frauen heute, ist die Zahl der Mitglieder im Laufe der Jahre auf 46 angestiegen. Hierbei spielt der Anteil der Frauen aus anderen Orten, besonders Allendorf, eine große Rolle. Das Alter der Mitglieder betrug  in 1998 zwischen 27 und 73 Jahren. Der Vorstand des Vereins ist immer bemüht, für alle ein abwechslungsreiches Programm zu gestalten und anzubieten.

Unterstützt werden die Landfrauen vom Bezirksverein, aber mitmachen müssen die Mitglieder - auf ihre Teilnahme ist der Verein angewiesen.

Zu allen Veranstaltungen und Aktivitäten sind Gäste herzlich willkommen. Das Ziel des Vereins ist die Förderung der Gemeinschaft und eine schöne Zeit abseits vom Alltag.

(von Marianne Vöhl; Bilder: Helmut Tripp)

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