Gemarkung

Eine Beschreibung aus dem Jahr 1785

Gränz Beschreibung

Dieser Dorfschaft Gräntze nimmt ihren Anfang auf dem alten Feld auf dem grünen Wege vor Peter Langendörfers Landt, woselbst an ersagten Wege der erste Gräntze Stein sich befindet welcher hiesige und die Geismarische Gräntze auch sobald den Herrschaftlichen und hohen Gesamt Hainaischen Zehnden schneidet.

Von diesem Steine läuft sie in gerader Linie durch die Länder und über den an Conrad Grählings Land befindlichen grünen Weg hin bis an Peter Köhlings Land an der Storchs Hude worinnen sich zwey Steine befinden, ferner gerade durch Andreas Bergs Land fort, woselbst sich ohnweit deßen Ende vor Tobias Bergs Schür Hacken Land wieder ein Stein befindet, von wannen sie weiter gerade fort läuft bis bis in Johannes Seibels Acker, worin sich ohnweit der Frankenberger Straße ein Gräntz und Zehnd Stein befindet, so dann von dieser gerade ersagten Straße hin bis an bei die Gemein Ochsen Wiese in Johannes Seibels Wiesen befindlichen Stein, ferner an ersagter Gemein Ochsen Wiese hin bis an Peter Lüdde von Allendorf Land zu einem Stein, weiter gerade durch ersagten Lüdden Land hin durch bis auf die Ecke des Conrad Cräbing Land zu einem Steine, von dieser läuft sie mit einer Ecke durch des Gräbings und Peter Höhls Acker hindurch zu einem Steine, ferner gerade an der Allendorffer Anwendergen hinaus bis an Jost Gräbings Äckerreyn woselbst sich 2 Steine befinden, fürters durch Johann Peter Bornscheuers Wieße im Gründgen hin bis auf den sogenanndten Aspen Gräntz Baum, von wannen sie den Berg hian läuft bis ohnweit des Hachelbachs Gründgen zu dem vor Peter Kochs Land stehenden Stein, so dann in ersagten Hachelbachs Wiesen Gründgen hinauf bis an Heinrich Fackiners Land zu einem Steine weiter durch dieses Fackiners Land bis für die Waldung zu einem 3 eckigten Stein, (Dieser ist bis heute erhalten) welcher auch sobald die Herrschaftlichen und Hohe Gesamt Hospital Hainaisch Waldung scheidet.

Von diesem Steine drehet sie sich rechter Hand und läuft als an gedachter Hainaischer Waldung fort über die Trift hin an der Köhlers Wiese und Michels Grund auf einer Seite hinauf und auf der anderen wieder herunter über die Trift hin und um die Reh Hecken herum hin bis wieder auf die Trift, von wannen es über diese Trift und auf dem Brande als an mehr gedachte Hainischen Waldung fort läuft bis auf den alten Hainaischen weg, auf diesem Wege drehet sie sich linker hand und läuft als an der Hainaischen Waldung hinaus bis an die Herrschaftlichen Birken Gebüsche.

Hier drehet sie sich nun rechter Hand und läuft alsdann Hakenweise an den Gedachten Herrschaftlichen Birken fort bis auf den Binge Weg woselbst sich die Haubersche Gräntz anfängt, auf ersagten Weege läuft sie rechter Hand eine Stecke hinunter, sodann linker Hand über den Wiesen Grund und Waßer hinüber zu einen in Tobias Freitags Wiese befindlichen Stein.

Von diesen läuft sie gerade über die Wiesen und die Länder hindurch bis an Andreas Lüdden Acker aufm Heubach zu einem Steine, ferner gerade fort über den von hier nach Haubern lauffenden Weeg hin zu einem Steine von wannen sie alsdann gerade an Johann Daniel Ernsts Acker aufm Bringheimer fort läuft bis an das Faul Holtz und den Willersdorfer und Hauberischen Kirchen-Weg, so dann über selbigen hin bis an den sogenannten Rosenberg wo sich die Hauberische Gräntze endiget und die Dörnholzhauser anfängt.

Von hier läuft sie gerade den Rosenberg hinauf bis an die Holtzhäuser Wiesen, an denselben läuft sie rechter Hand hinaus bis in den Scheid Grunde, hier drehet sie sich wieder rechts und läuft in ersagten Scheid Grunde an den Wiesen hinunter bis wieder an den Anfangs gedachten grünen Weg, woselbst sich dieses Dorfs Gräntze angefangen und auch wieder endiget.

Übrigens aber ist noch anzumerken, daß hiesige Dorfschaft mit keinen ihrer angränzenden Nachbaren einige Streitigkeiten in Ansehung der Gräntze hat.

(Aus: nicht bekannt.)

Comments are closed.