Über Dainrode

Dainrode ist mit seinen rund 240 Einwohnern seit dem 01.01.1974 (kommunale  Gebietsreform in Hessen) Stadtteil von Frankenau.

Der Ort wurde erstmals im Jahr 1200 als Dagenrode urkundlich erwähnt (nachzulesen im „Buch über das Kloster Haina – Regesten und Urkunde – Erster Band: 1144 – 1300. Bearbeitet von Eckart G. Franz, Marburg 1962).
In der Folgezeit sind immer wieder andere Schreibweisen belegt: Dainrot (1214), Theynrade, Deynrode (1343), Denrade (1438), Danrode (1577). Noch im vorigen Jahrhundert kommen Namen wie „Danroda“ bzw. „Dainroda“ vor.

Bis zur Reformation gehörte Dainrode zur Grundherrschaft des Klosters Haina, danach zum Hospital Haina. Das bedeutete, daß sich der Grund und Boden der Gemarkung im Obereigentum des Klosters/Hospitals befand und die Bauern für das Nutzungsrecht Abgaben in Form von Geld und/oder Naturalien zu leisten hatten.

Im späten Mittelalter war der Ort vorübergehend „wüst“ (unbewohnt). Grund dafür waren wohl kriegerische Auseinandersetzungen. In dieser Zeit wurde die Gemarkung von Frankenau, Ellershausen, Geismar, Altenhaina, Kirschgarten und Halgehausen aus bestellt. Später wurde der Ort im Gegensatz zum ganz in der Nähe gelegenen Dorf „Bonland“ wieder neu besiedelt.

Kirchlich gehörte Dainrode seit frühester Zeit zu Geismar. Wann im Ort erstmals eine Kirche erbaut wurde, lässt sich nicht genau ermitteln. Das heutige, im Jahr 1835 erbaute Gotteshaus steht jedoch auf dem alten Kirchplatz, der zugleich Friedhof war und ursprünglich bis an die heutige Bundesstraße reichte.
Auch die Kinder mußten zunächst die Schule in Geismar besuchen, aber bereits zu Beginn des 19. Jahrhunderts hielt sich Dainrode einen eigenen Schulmeister, der die Kinder in seiner Wohnung unterrichtete. Das erste Schulgebäude wurde im Jahre 1836 in der Dorfmitte („Schüstersch Haus“) erbaut. Dieses wurde dann in den Jahren 1901/02 durch ein größeres Gebäude, das sich am Ortsausgang Richtung Geismar befindet, ersetzt.
Im Zuge der Landschulreform im Lande Hessen wurde dann die einklassige Volksschule geschlossen und privater Nutzung zugeführt. Seit dem 18. Oktober 1971 werden die Kinder in der Grund- und Hauptschule Frankenau eingeschult.

(von Hermann Küster, 1999)

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