Seniorenclub

Am 29.03.1998 waren genau 25 Jahre vergangen, seit dem sich mehr als 60 ältere Menschen aus Allendorf und Dainrode im Saal der Gaststätte Gunst (heute Neuschäfer) in Allendorf einfanden, um einen Seniorenclub zu gründen. Eingeladen hatte das Deutsche Rote Kreuz (DRK), Kreisverband Frankenberg. Bevor es zu dieser Gründungsversammlung kam, hatten Vertreterinnen des DRK dem damaligen Ortsvorsteher aus Allendorf, Wilhelm Dippel, und dem ehemaligen Bürgermeister der zu diesem Zeitpunkt noch selbständigen Gemeinde Dainrode, Hans Hellwig, den Vorschlag zur Gründung unterbreitet. Beide Herren standen dem Ansinnen des DRK positiv, wenn auch etwas skeptisch gegenüber. Bei der Frage, wer denn diesen Altenclub leiten solle, wurde der Name Hermann Küster ins Gespräch gebracht.

Fahrt zum Kahlen Asten
Ich stand diesem Vorhaben zunächst mit Zurückhaltung gegenüber. Nachdem mich meine Frau aber nach einer Bedenkzeit ermunterte und mir ihre Unterstützung versprach, sagte ich, wenn auch nicht voller Überzeugung, zu.

Fahrt nach Schlitz
Inzwischen sind mehr als 25 Jahre vergangen und meine anfängliche Skepsis, diese Einrichtung sei wohl nur von kurzer Dauer und werde irgendwann „einschlafen“, ist längst verflogen. Der Seniorenclub ist inzwischen zu einem festen Bestandteil beider Frankenauer Stadtteile geworden. Auch Nachwuchssorgen gibt es nicht. Immer mehr „jüngere Senioren“ kommen zu den Nachmittagen oder nehmen an den Fahrten teil. Der Seniorenclub gehört also zum Leben in unserem Dorf dazu. Ohne ihn wäre für manchen Älteren Menschen das Leben in den zurückliegenden 25 Jahren nicht so interessant gewesen.

25 jähriges Bestehen des Altenclubs
Sehr treffend hatte der damalige Bürgermeister Reiner Peterka die Aufgabe eines Seniorenclubs in einem Grußwort aus Anlass des 20jährigen Bestehens zum Ausdruck gebracht. Er sagte: „Alt werden ist auf den ersten Blick kein besonderer Verdienst. Nachdem die Frühjahrs- und Sommerzeiten des Lebens verlassen wurden, hat man sozusagen die herbstlichen Jahre erreicht. Sie wissen, der Herbst ist schön, farbenfreudig und nicht umsonst spricht man von einem „Goldenen Oktober“.
Es ist daher das wichtigste, auch im gestandenen Alter dem Leben vermehrt die schönen Seiten abzugewinnen.
Dazu gehört es nicht nur, immer wieder den Kontakt zu den Kindern und Kindeskindern zu halten, sondern auch gemeinschaftlich die schöne Herbstzeit des Lebens zu genießen. Und das geht wohl am besten, indem man sich immer wieder trifft, über aktuelle Ereignisse ebenso spricht wie über die zurückliegenden Jahre. Da ist ein Seniorenclub gerade die richtige Einrichtung, diesen so schönen Gedankenaustausch immer wieder zu pflegen.“

(von Hermann Küster, 1999)

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